Session braucht Unterstützung

Die Session Technology Foundation (STF) hat am 9. April 2026 bekanntgegeben, dass die Finanzierung des End-to-End-verschlüsselten Messaging-Dienstes Session (Client- und Server‑Quellcode sind öffentlich verfügbar unter Open‑Source‑Lizenzen) nur noch bis Juli 2026 ausreicht. Trotz eines Nutzerwachstums von über 1,7 Millionen monatlichen Nutzern konnte die Organisation lediglich rund 65.000 US-Dollar an Spenden sammeln – weit unter den geschätzten 1 Million US-Dollar pro Jahr für einen nachhaltigen Betrieb.

Mit den gesammelten Spenden könnten zentrale Dienste (Dateispeicher, Push-Server, Listung in App-Stores) für etwa 90 Tage betrieben werden. Die Stiftung musste alle bezahlten Mitarbeiter:innen zum 9. April 2026 verabschieden. Daher ist die Entwicklung bis auf freiwillige Beiträge eingestellt.

Für den nachhaltigen Betrieb und die Fertigstellung des Protocol-v2-Upgrades (u. a. PFS, postquantensichere Kryptographie, verbessertes Geräte-Management) sowie die Einführung eines kostenpflichtigen Angebots (“Session Pro”) werden rund 1 Million USD jährlich benötigt. Ohne zusätzliche Mittel droht die Einstellung des Dienstes am 8. Juli 2026; nicht verwendbare Spenden würden an die EFF weitergeleitet. Nutzer:innen sollten Daten sichern und Alternativen prüfen; Unterstützer:innen werden zu Spenden oder Community-Hilfe aufgerufen.

Die Zeiten für FOSS-Projkte ohne ausreichende Finanzierung werden rauer. Das befördert die Kritiker:innen an OpenSource-Projekten. Gerade in einer Zeit, wo es mit Sicherheit E2EE-Messenger bedarf.

[https://getsession.org/donate]

Beitragsbild KIgeneriert.