Wenn Sie in Eile sind:
- Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon“ ist erschienen; Support: 5 Jahre (bis April 2031), optional bis 10 Jahre mit Ubuntu Pro und bis 15 Jahre mit dem kommerziellen Legacy-Add-on.
- Kernel: Linux 7.0; Mesa 26.0; GNOME 50 als Standard-Desktop — Wayland-only (X11-Apps laufen via Xwayland).
- Wichtige Neuerungen: TPM-gestützte hardwarebasierte Festplattenverschlüsselung, APT 3.2 mit nativen Rollback-Funktionen, native NVIDIA CUDA- und AMD ROCm-Unterstützung, VA-API Videobeschleunigung, neue Standard‑Apps (Ptyxis, Loupe, Showtime, Resources) und Entfernen der App „Software & Updates“ aus Neuinstallationen.
- Server‑Stacks aktualisiert (z. B. PHP 8.5.2, PostgreSQL 18, MySQL 8.4, Docker 29, QEMU 10.2.1).
- Offizielle Flavors: Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu, Edubuntu, Ubuntu Studio, Ubuntu Cinnamon, Ubuntu Budgie — viele mit aktualisierten Desktop‑Umgebungen (z. B. KDE Plasma 6.6, Xfce 4.20).
- Downloads sind verfügbar.
Für User:innen mit mehr Zeit
Technische Basis & Desktop-Erlebnis
Ubuntu 26.04 LTS setzt auf den Linux‑Kernel 7.0 und Mesa 26.0 (Open‑Source-Implementierung von Grafik‑APIs) und liefert GNOME 50 als Standarddesktop (vierstufiger Sprung der Hauptversionen!). Canonical hat GNOME hier auf Wayland‑only festgelegt; eine klassische X11‑GDM‑Sitzungswahl entfällt. X11‑Anwendungen bleiben jedoch über Xwayland lauffähig, und alternative Desktop‑Umgebungen, die auf X11 basieren (KDE Plasma, Xfce, MATE, i3 etc.), können weiterhin installiert und genutzt werden.
GNOME 50 bringt mehrere Usability‑Verbesserungen: stabile fraktionale Skalierung und variable Bildwiederholrate, eine sichtbare Power‑Mode‑Anzeige in der oberen Leiste, Stabilitäts‑ und Datenschutzfixes (z. B. gelöschte Standardordner, Passwort‑Vorverarbeitung) sowie Änderungen am Lautstärke‑Verhalten bei Übersteuerung.
Optik, Icon‑Theming, neue Apps
Das Yaru‑Icon‑Theme wurde überarbeitet: neue Ordnersymbole mit dreidimensionaler Optik, Einfärbung nach Systemakzent und ein vereinheitlichter Desktop‑Ordnerstil. Ubuntu führt mehrere neue Standardanwendungen ein und ersetzt langgediente Tools: Ptyxis (Terminal) statt GNOME Terminal, Loupe statt Eye of GNOME, Papers statt Evince, Showtime statt Totem sowie Resources als zentrales System‑Dashboard (ersetzt System Monitor und Power Statistics).
Das App Center erhielt Verbesserungen (sichtbare laufende Installationen, bessere Snap‑ und DEB‑Paketverwaltung). Ein experimentelles Security‑Center‑Feature für feinere Snap‑Berechtigungen ist vorhanden, aber standardmäßig deaktiviert.
Schon fast Nebensache: Die Boot-Animation hat sich ebenso verändert.
Paketmanagement und Sicherheit
Auffällig ist APT 3.2: erstmals in Debian‑basierten Distributionen integriert, bringt es native Rollback/Undo/Redo‑Funktionen für Pakettransaktionen. Vollständige TPM‑gestützte Festplattenverschlüsselung ist aus dem Experimentierstatus herausgewachsen: stabilere Handhabung von Wiederherstellungsschlüsseln, klarere Dokumentation zu Hardwareinkompatibilitäten und definierte Speicheranforderungen. OpenSSH 10.2 liefert zudem Post‑Quantum‑hybride KEX (mlkem768x25519‑sha256) und entfernt DSA‑Support.
Weitere Sicherheits‑/Performance‑Verbesserungen: NVIDIA Dynamic Boost standardmäßig auf unterstützten Laptops sowie NTSYNC‑Treiber für bessere Wine/Proton‑Performance bei Windows‑Spielen.
Multimedia, Hardware und Formatunterstützung
VA‑API‑beschleunigte Video‑Kodierung/Decodierung ist standardmäßig aktiv. JPEG XL wird out‑of‑the‑box unterstützt. Es gibt native Unterstützung für NVIDIA CUDA und AMD ROCm. Die Plattform erweitert die Hardwareunterstützung (Intel Core Ultra Xe2 integrierte Grafik, Intel Arc B580/B570 diskrete GPUs). Außerdem gibt es jetzt eine offizielle ARM64‑Desktop‑ISO für VMs, ACPI+EFI‑Plattformen und Snapdragon‑basierte Windows‑on‑ARM‑Geräte.
Offizielle Flavors und Versionen
- Kubuntu 26.04 LTS: KDE Plasma 6.6
- Ubuntu Studio 26.04 LTS: KDE Plasma 6.6
- Edubuntu: GNOME 50
- Lubuntu: LXQt 2.3
- Xubuntu: Xfce 4.20
- Ubuntu Cinnamon: Cinnamon 6.4
- Ubuntu Budgie: Budgie 10.10
Upgraden auf die neue LTS-Version:
Sie haben zwei Möglichkeiten: entweder mit grafischer Benutzeroberfläche oder im Terminal:
Terminal nach einigen Vorarbeiten: sudo do-release-upgrade
Aktuelles Ergebnis:
Neue Veröffentlichungen von Ubuntu werden gesucht
Es ist keine Entwicklungsversion eines LTS verfügbar.
Um auf die neueste Nicht-LTS-Entwicklungsversion zu aktualisieren
Prompt=normal in /etc/update-manager/release-upgrades festlegen.

Via grafischer Oberfläche der „Aktualisierungsverwaltung“
Aktuelles Ergebnis:
Aktualisierungsverwaltung
Die Anwendungen auf diesem Rechner sind aktuell.
Tipp: Sie können Livepatch mit Ubuntu Pro verwenden, um Ihren
Rechner zwischen Neustarts sicherer zu machen.

ReleaseInfos: [https://documentation.ubuntu.com/release-notes/26.04/summary-for-lts-users/]
Downloads: [https://ubuntu.com/download/desktop]
So sieht Yaru aus: [https://github.com/ubuntu/yaru?ref=itsfoss.com]
Beitragsbild: Ausschnitt aus dem Standard-Desktophintergrund, aufgehellt und kontrastverstärkt.
