FBI warnt vor virtuellen Entführungen unter Verwendung manipulierter visueller Daten aus SocialMedia

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Das FBI warnt die Öffentlichkeit in den USA davor, „dass Kriminelle Fotos aus sozialen Medien oder anderen öffentlich zugänglichen Quellen manipulieren, um gefälschte „Proof‑of‑Life“ (Lebenszeichen)-Bilder für virtuellen Entführungs‑und Lösegeldbetrug zu verwenden. Die Täter:innen geben sich als Entführer aus und liefern scheinbar echte Fotos oder Videos von Opfern zusammen mit Lösegeldforderungen.

Der Betrug

Kriminelle kontaktieren ihre Opfer meist per SMS und behaupten, sie hätten deren Angehörige entführt, und fordern ein Lösegeld für die Freilassung. Oft drohen sie mit Gewalt gegen den Angehörigen, falls das Lösegeld nicht sofort bezahlt wird. Anschließend senden sie ein vermeintlich authentisches Foto oder Video des Angehörigen. Bei genauerer Betrachtung zeigen diese Bilder jedoch häufig Unstimmigkeiten im Vergleich zu bestätigten Aufnahmen, etwa fehlende Tattoos oder Narben sowie falsche Körperproportionen. Manchmal nutzen die Täter zeitgesteuerte Nachrichten, um den Opfern nur wenig Zeit zur Analyse der Bilder zu lassen.

Tipps zum Selbstschutz

  • Wenn Sie Informationen über vermisste Personen online veröffentlichen, bedenken Sie, dass Betrüger Sie mit falschen Angaben zu Ihren Angehörigen kontaktieren könnten.
  • Geben Sie Fremden unterwegs keine persönlichen Daten preis.
  • Vereinbaren Sie ein Codewort, das nur Sie und Ihre Angehörigen kennen, um sich sicher zu verständigen.
  • Betrüger erzeugen ein falsches Gefühl von Dringlichkeit. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und prüfen Sie, ob die Behauptungen des angeblichen Entführers logisch sind.
  • Machen Sie nach Möglichkeit Screenshots oder Aufzeichnungen von „Proof‑of‑Life“-Fotos.
  • Versuchen Sie immer, direkt Kontakt zu Ihrem Angehörigen aufzunehmen, bevor Sie einer Lösegeldforderung nachkommen.“

Übersetzung der FBI-Mitteilung: [https://www.ic3.gov/PSA/2025/PSA251205]

Das ist doch in den USA…

… passiert hier doch nicht! Noch nicht? Aber den Enkeltrick kennen Sie schon, oder? Und an die Audios, Bilder oder Videos z. B. der Ich-Ich-Ich-Selfie-Generation zu gelangen, ist nun keine Raketenwissenschaft für Kriminelle. Den Rest erledigt AI mit DeepFakes. Empfehlung: Reduzieren Sie Ihren biometrischen Fingerabdruck, den Sie im Netz hinterlassen und der öffentlich einsehbar ist. Informieren Sie Ihre Angehörigen und legen Sie ein Codewort fest. Nein, das sollten Sie nicht auf SozialMedia posten. Das sprechen Sie bitte von Angesicht zu Angesicht ab und merken Sie sich dieses. Sie können sich auch ein Kunstwort überlegen, das es gar nicht gibt, z. B. Trondelix. Dieses Codewort ist nun natürlich „verbrannt“.

Wenn Sie glauben, Opfer eines virtuellen Entführungsbetrugs geworden zu sein, melden Sie den Vorfall unbedingt der Polizei, auch wenn die Kriminellen das unter Androhung von Gewalt unbedingt verhindern wollen. Sichern Sie Beweise: Audios, Bilder, Videos, Nachrichten, Kommunikationsadressen, Zahlungsinformationen etc.

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